Erfolgreiches Geschäftsjahr 2018
Die Liechtensteinischen Kraftwerke blicken an der Bilanzpressekonferenz vom 29. März 2019 auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2018 zurück. Mit einem Gewinn von 5.9 Millionen Franken konnten sich die LKW trotz einem turbulenten Jahr in der Energiewirtschaft behaupten. Trockenheit und Schwankungen an den Strom- und Rohstoffbörsen zählten zu den grossen Herausforderungen im Jahr 2018. Der beschleunigte flächendeckende Ausbau des Glasfasernetzes sticht im vergangenen Jahr besonders heraus, denn der Ausbaugrad bis zum Ende des Berichtjahres liegt bereits bei 34 Prozent.
Die LKW erzielten im Geschäftsjahr 2018 einen Umsatz von 89.8 Millionen Franken und einen Jahresgewinn von 5.9 Millionen Franken. Davon werden rund 1.8 Millionen an das Land Liechtenstein ausgeschüttet.
Energiewirtschaftliche Herausforderungen
Für die LKW gestaltete sich die Strombeschaffung vor allem im zweiten Halbjahr als sehr anspruchsvoll. Einerseits stiegen die Kosten am Spotmarkt in der Beschaffung und andererseits erhöhten sich in der Folge auch die Ausgleichsenergiepreise stark und lagen damit deutlich über den budgetierten Werten. Für äusserst spezielle Verhältnisse im Jahr 2018 sorgten die europaweite extreme Trockenheit und die hohen Durchschnittstemperaturen, die zu einem tiefen Stromangebot bei gleichzeitig steigender Nachfrage führte. Die Energieproduktion der inländischen Wasserkraftwerke war im langjährigen Vergleich entsprechend gering und musste durch teure Spotmarktbeschaffung ersetzt werden. Die signifikant höheren Beschaffungskosten wurden nicht an die Haushalts- und Kleingewerbekunden weitergegeben, sodass diese im vergangenen Jahr von gleichbleibenden Strompreisen profitieren konnten.
Auch die Beschaffung der Ausgleichsenergiemengen bedeutet für die LKW eine besondere Herausforderung, weil in Liechtenstein bereits sehr viele Photovoltaikanlagen in Betrieb sind. Die schwankende Produktion der Photovoltaikanlagen wird je nach Wetterentwicklung und lokaler Wolkenbildung von den LKW mittels kurzfristigen Spotmarkteinkäufen und mit Anpassungen bei den eigenen Wasserkraftwerken ausgeglichen. Dank frühzeitig, strategisch beschaffter Energiemengen zeigt sich bei den von den LKW belieferten Sondervertragskunden eine lediglich moderat ansteigende Preisentwicklung auf einem vergleichsweise tiefen Niveau.
Hohes Tempo im Glasfaserausbau
Der Glasfaserausbaugrad betrug Ende 2018 bereits über 34 Prozent – und lag damit über den Erwartungen. Das vorgegebene Ziel lag bei 3'000 Erschliessungen von Nutzungseinheiten für das Jahr 2018 wurde um 1’262 übertroffen und Ende 2018 waren über 6’500 Wohn- und Geschäftseinheiten angeschlossen. Das Ziel für Ende 2019 sind rund 60 Prozent. Damit schliesst Liechtenstein im internationalen Vergleich zur absoluten Spitze auf. In einzelnen Gemeinden stehen demnächst erste Abschaltungen des bestehenden Netzes an, da einige Wohngebiete vollständig durch Glasfasern erschlossen sind.
Verdichtung der Digitalisierung
Die Digitalisierung im privaten und geschäftlichen Umfeld schreitet mit grosser Geschwindigkeit voran. Auch die Neuausrichtung des Elektrofachhandels zum EnergieLaden nimmt diese Thematik auf. Der EnergieLaden wird zur persönlichen Anlaufstelle für die gesamte Dienstleistungspalette der LKW und zum Kompetenzzentrum rund um das Thema Energie. Ob Smart Living, Photovoltaikanlagen, Speicherbatterien oder Wärmepumpen- Contracting – technische Systeme, die das Leben einfacher und energieeffizienter machen, verbreiten sich rasend schnell. Wichtig dabei sind gut funktionierende Gesamtlösungen und kundenfreundliche Angebote. Die LKW haben sich in den letzten Jahren bereits auf die ganze Abwicklung, Installation und Optimierungen spezialisiert und werden es weiter tun. Hierbei steht beispielsweise das Zusammenspiel von Photovoltaikanlagen in Kombination mit Speicherbatterien und effizienten Wärmepumpen bis hin zur Integration von Ladestationen für Elektroautos im Zentrum.
Flächendeckendes Netz an E-Ladestationen für Elektrofahrzeuge
Neben den öffentlichen Ladesäulen in den verschiedenen Gemeinden, setzen die LKW auch auf Ladestationen bei Betrieben und Einkaufszentren. Im Jahr 2018 konnten diesbezüglich einige neue Ladestandorte wie beispielsweise im Mühleholzmarkt oder in Betrieben wie Hilti eröffnet werden. 2018 wurde auch die flächendeckende Erschliessung des Landes mit öffentlich zugänglichen Ladestationen erfolgreich abgeschlossen. Mit dem Ausbau der Elektromobilität und dem Angebot von Photovoltaikanlagen, Wärmepumpen-Contracting und Energieeffizienzberatung, tragen die LKW zur Umsetzung der Energiestrategie 2020 massgeblich bei.
