Stromautarkes Liechtenstein durch Corona-Lockdown

Corona-Lockdown, Sonntag und sehr schönes Wetter machten es möglich: Am 10. Mai 2020 kurz nach dem Mittag benötigte das Land Liechtenstein für mehrere Stunden keine Fremdenergie. Liechtenstein funktionierte in dieser Zeitspanne komplett stromautark, was bedeutet, dass der im eigenen Land produzierte Strom den Bedarf deckte.

Über vier Jahrzehnte ist es her, dass Liechtenstein ohne zugekaufte Energie auskam. Ein Zusammenspiel aus vielen Faktoren sorgte am 10. Mai 2020 erneut für diesen verjährten Energiezustand. Der Corona-Lockdown hat dazu geführt, dass die Industriebetriebe die Produktion herunterfahren mussten, der Sonntag wurde als Ruhetag genutzt, die modernen Gerätschaften sind energieeffizient und das Wetter zeigte sich von seiner Sonnenseite, was die Photovoltaikproduktion in Liechtenstein auf Hochtouren brachte.

Auf erneuerbare Energie setzen

Auch wenn dieser Sonntag eine Ausnahme war und ein energieautarkes Liechtenstein noch weit in der Zukunft liegt, zeigt sich, dass man energietechnisch den richtigen Weg eingeschlagen hat. «Die Liechtensteinischen Kraftwerke investieren seit Jahren konsequent in Anlagen, die erneuerbare Energie produzieren. Dazu gehört der Ausbau von Photovoltaikanlagen sowie die Nutzung von Wasserkraft. Und wir setzen auf moderne, energieeffiziente Geräte, die ebenfalls einen grossen Einfluss auf unsere Energiebilanz haben», so Gerald Marxer, Vorsitzender der Geschäftsleitung LKW. Allein die LKW-eigenen Photovoltaikanlagen, die im Jahr 2019 realisiert wurden, erzeugen rund 139'000 kWh Strom. Mit der Sammelstelle in Schaan und dem neuen Werkhof in Vaduz konnten auch dieses Jahr bereits grosse Photovoltaikanlagen installiert werden. Die Erhöhung der Solarstromproduktion ist auf jeden Fall einer von vielen Schritte in Richtung Energieautarkie.

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