Erhöhung der Strompreise im Jahr 2023

Medienmitteilung vom 27. September 2022

Die LKW verzichten im laufenden Jahr darauf, die Strompreise für Haushalts- und Sondervertragskunden zu erhöhen, obwohl die Preise an der Börse massiv angestiegen sind. Dies führt zu erheblichen Verlusten der Jahresrechnung 2022. Ab 1.1.2023 sind die LKW gezwungen, die Strompreise signifikant zu erhöhen. Der Energiepreis steigt von heute 8.54 Rp/kWh auf 27.1 Rp/kWh an. Zusammen mit der Netzbenutzung bedeutet das in etwa eine Verdoppelung der Stromrechnung für die Kundinnen und Kunden.

Verwerfungen auf dem Energiemarkt seit 2020/21
Die Faktoren und Gründe für die Entwicklung der hohen Energiepreise sind vielschichtig. Die wichtigsten Gründe sind die stark gestiegenen Gaspreise, die geplanten und ungeplanten Abschaltungen von fast der Hälfte der französischen Kernkraft, der trockene Sommer in Europa und die nach wie vor hohe Energienachfrage aufgrund von Corona-Nachholeffekten. Die hohen Gaspreise sind eine Folge der tiefen Speicherstände anfangs dieses Jahres, unter anderem bedingt durch die tiefe Windproduktion im Winter 2021/2022, und vor allem durch den fast vollständigen Ausfall der Importe von Gas aus Russland. Die Strompreise in Europa orientieren sich an der teuersten noch handelbaren Produktionstechnologie, weswegen sich die Strompreise im Zuge der steigenden Gaspreise fast gleichzeitig stark erhöhten.

Angriff auf Ukraine als Treiber der Energiepreise
In dieser bereits angespannten Situation auf dem Energiemarkt kam es Anfang des Jahres zum Angriff Russlands auf die Ukraine, und die Energiepreise an den Börsen fingen an stark zu steigen. Da in Frankreich mehr als die Hälfte aller Atomkraftwerke in geplanter und ungeplanter Revision sind und diese Kraftwerkskapazitäten am europäischen Markt fehlen, bestimmen Gaskraftwerke und somit der Gaspreis den Strompreis. Die Kosten für die Beschaffung von Strom an den Grosshandelsmärkten haben sich in den vergangenen 24 Monaten um den Faktor 15 erhöht. Die LKW beschaffen die Energie gestaffelt über drei Jahre. Dank dieser Strategie konnten die LKW bereits im Jahr 2020 bis Mitte 2021 mehrere Tranchen für das Jahr 2023 zu tiefen Preisen beschaffen. Die letzten Tranchen mussten hingegen im Jahr 2022 bei extrem steigenden Kosten zugekauft werden, was die Strompreiskosten für 2023 massiv in die Höhe treibt. Die LKW müssen 75 Prozent der Energie an den Märkten beschaffen. Mit der LKW-Eigenproduktion und den Beteiligungen, die die LKW zu Selbstkosten einbringen, kann nur ein geringer Teil der Kosten abgefedert werden.

Verdoppelung der Stromrechnung trotz stabiler Netznutzungspreise
Die Energiepreise steigen im neuen Jahr von 8.54 Rp/kWh auf 27.1 Rp/kWh an. Zusammen mit der Netzbenutzung bedeutet das in etwa eine Verdoppelung der Stromrechnung für die Kundinnen und Kunden (siehe Preisbeispiel unten).Die hohen Einkaufspreise an der Börse führen aber nicht nur zu einer Preiserhöhung für die Stromkunden, sondern werden auch zu erheblichen Verlusten in der Jahresrechnung 2022 der LKW führen. Prognosen zu der Preisentwicklung für die Folgejahre sind nach wie vor schwierig und hängen stark davon ab, wie sich die Lage in der Ukraine und auf dem Weltmarkt entwickelt.

Beispiel für einen 4-Personen Haushalt mit 4'500 kWh Jahresverbrauch mit 50% Hochtarif und 50% Niedertarif:
Mehrkosten pro Monat: 69.30 CHF


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